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Passantin führt auf einem öffentlichen Platz bei einer am Boden liegenden Person eine Herzdruckmassage durch. Eine Notfallsanitäterin kniet daneben und leitet die Wiederbelebungsmaßnahmen an. Im Hintergrund sind Bäume, Passantinnen und Passanten sowie moderne Gebäude zu sehen.

Über die Kampagne

Meine Hände können Leben retten. Deine auch!

Jährlich erleiden in Deutschland rund 130.000 Menschen außerhalb von Kliniken einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Oft sind Angehörige, Freunde oder Nachbarn die Ersten vor Ort und können in den entscheidenden Minuten helfen.

Viele Menschen möchten helfen, fühlen sich im Ernstfall jedoch unsicher. Genau hier setzt unsere Kampagne an: Wir möchten Mut machen, Hemmschwellen abbauen und zeigen, dass Wiederbelebung einfacher ist, als viele denken.

Gemeinsam mit Dr. Eckart von Hirschhausen als Gesicht der von der ADAC Stiftung initialisierten Reanimationskampagne ermutigen wir Menschen, im Notfall zu handeln. Denn entscheidend ist nicht, alles perfekt zu machen, sondern überhaupt anzufangen. (Foto Header: Sebastian Wagner/ADAC Stiftung)

Gemeinsam mit Eckart von Hirschhausen für mehr Mut zur Reanimation

Notfallsanitäterin Katharina Helm und Eckart von Hirschhausen stehen nebeneinander auf einem öffentlichen Platz. Beide zeigen die korrekte Handhaltung für die Herzdruckmassage mit übereinandergelegten Händen und gespreizten Fingern.
Copyright Sebastian Wagner/ADAC Stiftung

Als Arzt und Wissenschaftsjournalist setzt sich Dr. Eckart von Hirschhausen seit vielen Jahren für Gesundheitsaufklärung ein. Mit seiner verständlichen und nahbaren Art erreicht er ein breites Publikum und macht Mut, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Dieses Anliegen verbindet uns: Gemeinsam möchten wir zeigen, dass Wiederbelebung keine Spezialfähigkeit für Profis ist, sondern etwas, das jede und jeder lernen kann. Unser Ziel ist es, Menschen die Handlungssicherheit zu geben, im Notfall zu helfen und Leben zu retten.

Du brauchst keine Angst haben, du kannst nichts falsch machen. Fang einfach an, 100-120 mal in der Minute zu drücken. Jede Sekunde zählt.

Warum die Kampagne wichtig ist

Die Ergebnisse unserer Bevölkerungsbefragung aus dem Monitor Reanimation 2026 machen Mut:

  • 44 Prozent der Menschen möchten erneut einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen.
  • 82 Prozent befürworten Reanimationsunterricht an allen Schulen ab der 7. Klasse.
  • 83 Prozent würden mit einer Wiederbelebung beginnen, wenn sie dabei telefonisch durch die Leitstelle angeleitet werden.

Gleichzeitig geben viele Menschen an, dass ihre größte Hürde die Angst ist, etwas falsch zu machen oder der betroffenen Person zu schaden.

Die Zahlen zeigen: Es fehlt nicht an Hilfsbereitschaft, sondern an Handlungssicherheit.

Deshalb möchten wir Hemmungen abbauen, Menschen zum Handeln ermutigen und konkretes Reanimationswissen vermitteln. So gewinnen mehr Menschen die Sicherheit, im Ernstfall mit der Wiederbelebung zu beginnen.

Der Auftakt zur Kampagne

Die Kampagne startet zur Woche der Wiederbelebung 2026 und läuft bis Ende 2027. Zum Auftakt gehen Dr. Eckart von Hirschhausen und Notfallsanitäterin Katharina Helm der Frage nach, wie Menschen auf das Thema Reanimation reagieren. Der Film zeigt: Viele Menschen möchten helfen, haben aber Angst, etwas falsch zu machen. Gleichzeitig macht er Mut und vermittelt eine einfache Botschaft: Du musst nicht alles wissen. Du musst nur anfangen.


Video herunterladen (MP4)

Transkript zum Video

Brich mir die Rippen. Soll ich probieren? Nein. Meine Hände können Leben retten und deine auch.

Alexander Platz mitten in Berlin. Mein Herz brennt für diese Stadt, aber ich weiß auch mein Herz kann plötzlich still stehen. Wie viele Menschen würden tatsächlich zur Hilfe kommen, wenn es einen medizinischen Notfall gibt? Wüsstest du, was genau zu tun ist? Hallo Katharina. Hallo Eckart. Eine Notfallsanitäterin. Normalerweise kommst du aus der Luft. Ja, heute bin ich mit dem Fahrrad. Es ist verrückt, nur die Hälfte der Menschen würde im Ernstfall wirklich was tun. Und dieses Wissen zu vermitteln, das dauert Minuten. Ja, und die nehmen wir uns jetzt.

Hallo, würden Sie mich retten? Im Notfall würde ich es versuchen, ja. Das hat mir ein bisschen lange gedauert mit der Antwort. Respekt davor, weil ich nicht mehr so genau weiß, wie es geht. Ja, wissen Sie was zu tun ist, wenn ich plötzlich nicht neben ihn sitze, sondern liege? Ich würde wahrscheinlich erstmal um Hilfe schreien, dass vielleicht jemand sich besser auskennt. Mein Lebenspartner ist dreimal umgefallen und ich habe ihn dreimal wiederbelebt… Ich kann mich nur noch an „Stayin‘ Alive“ erinnern.

Sie haben gewonnen und zwar ein Auffrischungskurs, die wichtigsten Handgriffe, um einem Menschen das Leben zu retten. Sind Sie dabei? Ja, klar. Super. Also, wir haben bei der Person einen offensichtlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Vom Brustbein nach unten und da, wo es aufhört den oberen Part und legst hier deine Hand drauf. Ruhig schön drüber kommen. Perfekt, perfekt. Ja, perfekt. Welchen Rhythmus? Das ist zu schnell, ne? Stayin‘ alive. Stayin‘ alive.

Und wichtig ist, dass man keine Unterbrechung macht, so lange, bis halt der Rettungsdienst kommt. Also auf Dauer auch schon ganz schön anstrengend. Ja, man spart sich die Push-ups. Prüfen, Herz-Kreislauf-Stillstand? Rufen: 112 Rufen. Drücken: Reanimation. Wir rufen die 112 und die würden Sie auch anleiten. Das heißt Handy auf Lautsprecher und dann führen die einen da durch. Also prüfen, rufen, drücken. Eigentlich ganz einfach.

Ungefähr die Hälfte der Deutschen fangen nicht an mit Reanimation, weil sie irgendwie Angst haben, manche auch wegen Ekel. Was sagst du? Ich finde, das geht gar nicht. Das ist doch kein Argument, oder? Das ist absolut kein Argument. Lieber fasst man jetzt eine Person an, anstatt sie dann im schlimmsten Fall sterben zu lassen. Das sehe ich auch so. Warum ist Mund zu Mund nicht mehr notwendig? Sauerstoff ist noch im Blut und deswegen ist es viel viel wichtiger richtig zu drücken, um den Sauerstoff, der noch drin ist, zu transportieren.

Ich habe bei Ihnen jetzt ein sehr gutes Gefühl. Ja, wollen Sie mal? Ja, also hier suchen und dann schön Arme durchgestreckt und richtig mit Schmackes. Katharina, ganz viele haben ja Angst, dass sie jemanden dann die Rippen brechen. Ist sie berechtigt? Wir wollen ja darunter ans Herz kommen. Das ist ja wirklich das Essentielle. Das passiert schon, dass man da Rippen bricht. Aber es ist egal. Genau. Es ist ganz egal. Brich mir die Rippen. Soll ich probieren? Nein. Sie sollen sich das merken. Okay, alles klar. Merken Sie sich bitte eins: Für alles, was Sie tun, sind wir alle auf Ihrer Seite. Es ist kein Wellness Programm. Sie müssen richtig das Herz da drunter zusammendrücken.

Dadurch, dass erste Hilfe so eng mit dem Führerschein gekoppelt ist, denkt man immer, das hat was mit dem Straßenverkehr zu tun. Aber die häufigste Situation ist ja, einer von deinen Liebsten hat plötzlich ein Problem. Und wenn man sein Wissen auffrischt, dann ist das nicht nur aus hehren Motiven für den Fall für irgendwann für irgendjemanden anders. Die größte Chance ist, du brauchst es selber für deinen Liebsten oder dein Liebsten mal für dich. Johannes, jetzt wo Sie aufgefrischt wurden, würden Sie mich retten? Ja.

Sie sind jetzt eine von uns. Meine Hände können Leben retten. Meine auch und deine auch. Denn jeder kann Leben retten.

Die Kampagne weitertragen

Kampagnenmaterialien für mehr erfolgreiche Reanimationen

Je mehr Menschen über Reanimation sprechen, desto mehr Menschen können im Notfall helfen. Deshalb stellen wir Materialien zur Verfügung, mit denen die Kampagne weitergetragen werden kann.

Hier finden Sie Kampagneninformationen, Social-Media-Materialien, Plakatmotive, Key Visuals, Textbausteine und weitere Inhalte zum Teilen. Denn jede Minute zählt. Und jede helfende Hand kann Leben retten.

Bild zeigt einen Teil des Lehrkräfte-Materials zum Reanimationsunterricht. Hände reanimieren auf einer Reanimationspuppe.

Lehrmaterial für Reanimationsunterricht

Für den Reanimationsunterricht in den Klassen 7 bis 10 stellen wir kostenfreie Arbeitsblätter, Präsentationen und Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.

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Unser Ziel: 80% Laienreanimationsquote in Deutschland

So gewinnen mehr Menschen die Sicherheit, im Ernstfall zu reanimieren

Jede erfolgreiche Reanimation beginnt mit dem Wissen, was im Notfall zu tun ist: Prüfen, rufen, drücken. Die Leitstelle unterstützt dabei telefonisch und leitet Schritt für Schritt zur Wiederbelebung an. Doch neben der Telefonreanimation gibt es weitere wirkungsvolle Hebel, um die Laienreanimationsquote in Deutschland nachhaltig zu steigern und unserem Ziel von 80 Prozent näherzukommen.

Eine Frau führt eine Reanimation bei einem älteren Mann durch, der regungslos auf einer Wiese in einem Park liegt. Im Hintergrund eilt ein Mann mit einem Smartphone in der Hand herbei.

Monitor Reanimation

Der „Monitor Reanimation“ bewertet regelmäßig, wie gut Deutschland bei Herz-Kreislauf-Stillständen für Erste Hilfe vorbereitet ist – mit Umfragen, Analysen, Fortschrittsmessung und Handlungsempfehlungen.

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Ein Mann hält ein Smartphone in seinen Händen. Das Bild zeigt eine Nahaufnahme des Smartphones und der Hände. Im Hintergrund ein softes Sonnenlicht.

App-basierte Ersthelfer-Alarmierungssysteme

Bundesweit vernetzte Ersthelfer-Apps alarmieren Freiwillige per Smartphone zu Notfallorten und bieten ein hohes Potential für mehr erfolgreiche Reanimationen.

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Ein Lehrer kniet in der Mitte eines Klassenzimmers. Vor ihm liegt eine Reanimationspuppe. Er schult Kinder, die im Kreis um ihn herum auf Stühlen sitzen, im Reanimationsunterricht.

Reanimationsunterricht

Regelmäßige Reanimationstrainings an weiterführenden Schulen sind ein wichtiger Schritt, um Reanimationskenntnisse flächendeckend zu verankern. Sie vermitteln Wissen, Sicherheit und Mut zum Handeln.

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