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Ein Lehrer kniet in der Mitte eines Klassenzimmers. Vor ihm liegt eine Reanimationspuppe. Er schult Kinder, die im Kreis um ihn herum auf Stühlen sitzen, im Reanimationsunterricht.

Kooperation mit Nordrhein-Westfalen bei landesweiter Einführung von Reanimationsunterricht in Schulen

ADAC Stiftung begleitet Umsetzung mit Expertise und Engagement

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat bekannt gegeben, Reanimationsunterricht verpflichtend in den Lehrplan aller weiterführenden Schulen aufzunehmen. Die ADAC Stiftung ist eine von mehreren Organisationen, die das bevölkerungsreichste Bundesland bei der Realisierung unterstützen. Wir haben seit rund zwei Jahren daran mitgearbeitet, das inhaltliche Konzept zu entwickeln. Für Schulungen der Lehrkräfte, eine begleitende Evaluation und Unterrichtsmaterialien stellten wir in den kommenden Jahren unsere inhaltliche Expertise und finanzielle Ressourcen zur Verfügung.

Vorständin der ADAC Stiftung Christina Tillmann und Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, unterzeichnen ein Dokument. Sie stehen gemeinsam in die Kamera lächelnd an einem Pult.

Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung, und Dorothee Feller, Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung (Foto: Mark Hermenau).

NRW als Vorreiter – tragfähige Strukturen bereits vor dem offiziellen Start

Die ADAC Stiftung hat in mehreren regionalen Pilotprojekten Konzepte für Reanimationsunterricht in Schulen erprobt und setzt sich für eine Aufnahme ins Curriculum auch in anderen Bundesländern ein. Hessen und Saarland haben entsprechende Erlasse bereits beschlossen, doch Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das bereits vor Inkrafttreten landesweit tragfähige Strukturen für eine dauerhafte Umsetzung schafft. „Nordrhein-Westfalen geht einen strategisch klugen Weg, der auf Langfristigkeit und echte Wirksamkeit ausgerichtet ist und der hoffentlich von weiteren Bundesländern übernommen wird“, sagte Christina Tillmann.

Kooperation in NRW zeigt Wirkung – Reanimation kommt in den Schulen an

Ein konkretes Beispiel dafür, wie die landesweite Kooperation für Reanimationsunterricht in Nordrhein‑Westfalen wirkt, zeigt sich am 23. April 2026 an der ADAC Luftrettungsstation Würselen (Flugplatz Aachen‑Merzbrück): Dort nehmen 240 Lehrkräfte aus NRW an einer Fortbildung zum Thema Reanimation teil.

Die hohe Teilnahmezahl unterstreicht den gemeinsamen Ansatz der Kooperationspartner, Reanimation systematisch und nachhaltig in den Schulalltag zu bringen. Denn wer Lehrkräfte befähigt, schafft die Voraussetzung dafür, dass lebensrettende Kompetenzen langfristig und verlässlich an Schülerinnen und Schüler weitergegeben werden können.

Mit strukturierten Fortbildungen wird Reanimation nicht als einmaliges Projekt, sondern als fester Bestandteil schulischer Bildung etabliert. Lehrkräfte gewinnen Handlungssicherheit, Schulen werden zu Orten praktischer Lebensrettung – und junge Menschen lernen früh, im Notfall Verantwortung zu übernehmen.

Die ADAC Stiftung verfolgt dabei einen klaren Ansatz: Reanimation gehört nicht erst in den Ernstfall, sondern in den Unterricht. Die Kooperation zum Reanimationsunterricht in Nordrhein‑Westfalen zeigt, wie wirkungsvoll gemeinsame Strukturen sein können, wenn Partner landesweit an einem Strang ziehen. So wächst Schritt für Schritt eine Generation heran, die im Notfall weiß, was zu tun ist.

Porträtfoto Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung

„Wenn junge Menschen bereits in der Schule lernen, im Notfall richtig zu reanimieren, können wir nicht nur mehr Leben retten, sondern stärken auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die flächendeckende Einführung des Reanimationsunterrichts in NRW hat Vorbildcharakter und ist ein kraftvolles Signal für Bildung mit echtem Lebensbezug.“