Die ADAC Stiftung unterstützt die saarländischen Schulen in den kommenden drei Jahren bei der Einführung von Reanimationsunterricht. Künftig wird an allen weiterführenden Schulen im Saarland das Üben von Wiederbelebungsmaßnahmen bei Herz-Kreislauf-Stillständen fester Bestandteil des Unterrichts. Das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes hat dies gestern bekannt gegeben.
Als eine von mehreren Kooperationspartnerinnen der Landesregierung begleitet die ADAC Stiftung das Projekt fortlaufend mit ihrer Expertise. Zudem wirkt sie bei der begleitenden Evaluation mit und unterstützt die Ausstattung der Schulen mit Reanimationspuppen.
Auch Christine Streichert-Clivot, Bildungsministerin des Saarlandes, hebt die Bedeutung des Reanimationsunterrichts hervor: „Jede und jeder kann Leben retten – wenn man weiß, wie. Deshalb ist Reanimationsunterricht in den saarländischen Lehrplänen fest verankert.“ Mit dem Programm „Löwen retten Leben“ gehe das Saarland einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem modernen und verantwortungsbewussten Bildungssystem.
Das Programm bringt Reanimation altersgerecht, praxisnah und nachhaltig in die Klassenzimmer. Gleichzeitig stärkt es medizinisches Grundwissen sowie Verantwortungsbewusstsein, Selbstwirksamkeit und Solidarität.
Christina Tillmann, Vorständin der ADAC Stiftung und Christine Streichert-Clivot, Bildungsministerin des Saarlandes.
Die ADAC Stiftung hat in mehreren regionalen Pilotprojekten Konzepte für Reanimationsunterricht an Schulen erprobt. Auf dieser Grundlage setzt sie sich für eine Aufnahme des Themas in die Curricula weiterer Bundesländer ein.
„Reanimation ist nicht nur eine überlebenswichtige Fähigkeit, sondern auch ein Ausdruck gesellschaftlichen Zusammenhalts“, sagt Tillmann. „Wer im Notfall hilft, zeigt: Wir stehen füreinander ein.“